Die statische Elektrizität sammelt sich auf der Oberfläche eines Materials durch Reibung (Tribolektrizität) oder durch die Trennung unterschiedlicher Materialien an. Wenn der Potenzialunterschied ausreichend groß wird, entlädt sich die Ladung schnell auf ein anderes Objekt und erzeugt dabei einen sehr kurzen, aber intensiven Impulsstrom.
Diese Entladung kann auftreten:
• zwischen einer Person und einem Objekt;
• zwischen zwei elektronischen Komponenten;
• zwischen Oberflächen und empfindlichen Geräten.
Warum ist ESD ein Problem?
In vielen Branchen stellt ESD ein kritisches Risiko dar, da es elektronische Komponenten auch ohne sofort sichtbare Auswirkungen beschädigen kann.
Hauptauswirkungen:
• sofortige Schäden: Zerstörung von Mikrochips oder Schaltungen;
• latente Schäden: Die Komponente scheint zu funktionieren, verschlechtert sich jedoch im Laufe der Zeit;
• intermittierende Fehler: schwer zu diagnostizierende Funktionsstörungen;
• Verringerung der Produktzuverlässigkeit.
Besonders empfindliche Branchen:
• Elektronik und Halbleiter;
• Automobilindustrie (elektronische Steuergeräte);
• Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung;
• Medizintechnik;
• fortschrittliche industrielle Fertigung.
Wie entsteht statische Elektrizität?
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
• Bewegung von Personen auf isolierenden Böden;
• Kontakt und Trennung von Kunststoff- oder synthetischen Materialien;
• Handhabung elektronischer Komponenten;
• Reibung zwischen Kleidung und Oberflächen;
• niedrige Luftfeuchtigkeit (die das ESD-Risiko erhöht).
Wie wird ESD verhindert?
Die Prävention basiert auf der Schaffung einer kontrollierten ESD-sicheren Umgebung, in der elektrostatische Ladungen schrittweise und sicher abgeleitet werden.
Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehört der Einsatz von antistatischen oder ableitfähigen Schuhen, Kleidung und Handschuhen, die dafür ausgelegt sind, elektrostatische Ladungen zu kontrollieren und abzuleiten und so zum Schutz empfindlicher Komponenten und Geräte beizutragen. Diese Produkte müssen der Norm EN 61340 entsprechen.
Was ist der Unterschied zwischen ESD und antistatischen PSA?
Persönliche Schutzausrüstung (PSA) dient dem Schutz der Gesundheit und Sicherheit des Arbeitnehmers. ESD-Ausrüstungen hingegen dienen dem Schutz der Produktqualität. Wenn eine elektrostatische Entladung einen Mikrochip beschädigt, erleidet der Arbeiter keine Verletzung, aber das Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden. Daher fällt reine ESD-Ausrüstung nicht unter die PSA-Vorschriften.
Antistatische PSA
Antistatische PSA ist darauf ausgelegt, den Arbeitnehmer zu schützen. Sie begrenzt die Ansammlung elektrostatischer Ladungen auf dem menschlichen Körper, um zu verhindern, dass ein Funke Brände oder Explosionen in gefährdeten Umgebungen auslösen kann.
ESD-Produkte
ESD-Produkte hingegen sind dazu bestimmt, elektronische Komponenten und empfindliche Geräte zu schützen. Ihre Leitfähigkeit wird sehr präzise kontrolliert, um eine schrittweise Ableitung der statischen Elektrizität zu ermöglichen.
Ein einzelnes Produkt (z. B. ein Schuh oder ein Kittel) kann sowohl ESD-Produkt als auch antistatische PSA sein, jedoch folgen die beiden Zertifizierungen getrennten Anforderungen: Die ESD-Konformität garantiert nicht die PSA-Konformität und umgekehrt. Um sowohl den Bediener als auch die Schaltung zuverlässig zu schützen, muss das Produkt ausdrücklich beide Kennzeichnungen tragen. In der Regel wird die PSA-Konformität durch ein Zertifikat nachgewiesen, während die ESD-Konformität durch eine separate Bescheinigung bestätigt wird.
SIR bietet Lösungen, die für Umgebungen entwickelt wurden, in denen die Kontrolle elektrostatischer Entladungen eine grundlegende Anforderung ist. Entdecken Sie die ESD-zertifizierten Produkte und wählen Sie die Lösung, die am besten zu den Anforderungen Ihrer Produktionsumgebung passt.




Wofür werden ESD-Produkte eingesetzt?
- Schutz von elektronischen Leiterplatten, Sensoren und Mikrochips
- Vermeidung von Schäden durch elektrostatische Entladungen
- Erhaltung der Qualität des Endprodukts
- Reduzierung von Ausschuss, Nacharbeit und Produktionskosten
Tätigkeitsbereiche
- CHEMISCH-PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE
- LEICHTINDUSTRIE
- PETROCHEMISCHE INDUSTRIE
- LOGISTIK
- DIENSTLEISTUNGSSEKTOR, HANDWERKSBETRIEBE